Fussel, Airedale Terrier, Rüde, geb. Anfang 2016

Fussel wird von Privat vermittelt. Für einen Besuch bei Fussel wenden Sie sich bitte an:

carmen@hundeschule-pfotenspuren.de, Tel.: 0170/1897046

Fussel ist ein typischer junger Rüde, der zwar eine klare Linie braucht, aber diese dann auch dankend annimmt. Aufregung hat er teilweise noch nicht gut unter Kontrolle, aber das ist durchaus gut trainierbar. Dennoch sehe ich ihn nicht unbedingt in Anfängerhänden. Hierzu gebe ich ernsthaften Interessenten gerne weiter Auskunft.

Sehr gerne ist er bei jeder Aktivität dabei und er möchte auf jeden Fall ein Zuhause in dem er weiter gefördert und gefordert wird. In der Hundeschule macht er Mantrailing. In anderen Bereichen wird er sich sehr gut machen.

geschrieben von Carmen, Tiertrainerin


Hier der Vermittlungstext seiner Besitzerin: 

Rasse: Airedale Terrier mit VDH-Ahnentafel
Geboren: Anfang 2016
Geschlecht: Rüde
Kastriert: nein
Ich sehe mich gezwungen meinen Airedale in geeignete Hände zu vermitteln, da er und ich keine Einheit bilden. Ich sah ihn das erste Mal mit gerade einmal fünf Wochen und er entschied sich für mich, kam angewatschelt und wollte liebgehabt werden, während seine Geschwister anderweitig interessiert waren. Ich besuchte ihn weiterhin bis er alt genug war und holte ihn dann mit meiner Ersthündin ab. Leider kam es nach wenigen Tagen zu einem Zwischenfall, durch den das Verhältnis beider Hunde gestört wurde. Dies konnte jedoch zu großen Teilen behoben werden, wodurch ein Miteinander in der Wohnung und draußen gut möglich wurde.
Ich besuchte mit ihm von Anfang an die Welpenstunde, mit etwa vier oder fünf Monaten begannen wir das Mantrailen (Personensuche) und später auch den Vorbereitungskurs für die Begleithundeprüfung. Letzteren habe ich nach Rücksprache mit der Trainerin aufgegeben da er zu aufgeregt war um sich entsprechend konzentrieren und Kommandos aushalten zu können – es entstand beidseitig Frust.
Es gingen einige Monate sowie ein Umzug ins Land. Die Geschlechtsreife war zu diesem Zeitpunkt in vollem Gange und es entstanden Probleme denen wir bis heute nicht Herr werden konnten: Er reagiert auf Bewegung (Fußgänger, Hunde, Tiere…) mit impulsiven Erregungszuständen (Bellen, Jaulen, in der Leine stehen etc.). Insgesamt drei Trainer und ich sind uns einig: Der Hund ist hier absolut nicht aggressiv. Er ist frustriert dass er nicht dorthin kann um mit dem Hund zu spielen oder einfach nur den Menschen zu untersuchen. Falls er sich im Freilauf befindet ist er in diesen Momenten nicht abrufbar und rennt dorthin. Er ist an seiner Umwelt sehr interessiert. Dies zeigt sich auch bei Tierarztbesuchen. Er springt freudig auf den Tisch und sieht dem Arzt interessiert dabei zu wo er was heraus nimmt und was er damit tut.
Der beschriebene Erregungszustand führt mittlerweile zu Angst bei meiner Ersthündin, welche sich entweder nicht in die Nähe traut um sich anleinen zu lassen oder versucht sich aus dem Halsband zu winden, was sehr gefährlich werden könnte.
Der Hund kennt Kommandos wie Sitz, Platz, Bleib, Steh, Pfote, Andere, Zurück (hinter mir halten), Einparken (von hinten zwischen meine Beine), Schritt (mit jedem meiner Schritte durch das jeweilige Bein). Diese Kommandos kann er jedoch nur mit wenig bis keiner Ablenkung ausführen. 
Nach dem Mantrailen ist er wunderbar ausgeglichen, weshalb ich mir wünschen würde dass dies in seinem neuen Zuhause weiterhin regelmäßig bis häufig ausgeübt wird. Sollte der neue Halter Ruhe in den Hund bringen würde ich ihm die Einsatzreife durchaus zutrauen. 
Zughundsport am Fahrrad haben wir sporadisch ausgeführt, jedoch scheint er hierfür nicht ausreichend motiviert. Am Fahrrad läuft er mit Fahrradfeder jedoch gern. 
Die aufgeregte Art des Hundes ließ den Verdacht einer Schilddrüsendysfunktion aufkommen, welcher jedoch am 09.05.2018 durch seinen Tierarzt widerlegt wurde. Der Hund ist vollständig gesund.
In der Wohnung ist er mittlerweile ruhiger, hat jedoch klare Tendenzen dem Halter hinterher rennen zu müssen und ist sehr aufgeregt wenn man sich um- oder anzieht.
Wie alle Airedales ist er relativ hitzeempfindlich. Das bedeutet dass man ihn im Sommer nicht mit körperlicher Arbeit auslasten kann – außer man tut dies in den sehr frühen Morgen- bzw. sehr späten Abendstunden. Er selbst ist jederzeit zu allem bereit und will arbeiten. Nur das Wie muss geknackt werden.
Der Hund bleibt so lange bei mir bis sich ein neuer Halter gefunden hat, der mit ihm eine Einheit ergibt. Er benötigt eine Respektperson die klare Ansagen macht ohne dabei laut werden zu müssen und diese auch stets konsequent und ruhig einfordert. Der Erstkontakt erfolgt bewusst über die Trainer, da ich möchte dass sich der neue Halter bewusst macht, dass er einen tollen Hund haben wird – falls er sich der Arbeit bewusst ist und diese auch bereit ist zu leisten. Ich möchte aus ihm keinen Wanderpokal machen.